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12/2008 |
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NEWS | TNS Healthcare Unterschiedliches Patientenverhalten in Europa
So sind in Frankreich zwei von drei Befragten (66 Prozent) sehr zufrieden mit dem nationalen Versorgungssystem. Dies schließt nicht nur die Versorgung durch den Arzt, sondern auch den Zugang zu ärztlicher Versorgung, die Behandlungsqualität oder die Versicherungskosten mit ein. In den Niederlanden gaben 65 Prozent an, sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Krankenversorgungssystem zu sein. Die Deutschen sind im Vergleich mit 34 Prozent deutlich unzufriedener. In einigen Gesundheitssystemen haben die Versicherten freie Arztwahl, in anderen ist dies reglementiert. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein gestreuter Zugang, bei dem die Versicherten erst zum Hausarzt gehen, kostengünstiger sein kann. Die Auswirkungen der Verlagerung der Erstinanspruchnahme vom Hausarzt zum Spezialisten zeigen sich am deutlichsten in den Niederlanden an der zahlenmäßig großen Bedeutung der Hausärzte bei der Erstdiagnose. Bei jedem fünften Befragten wurden akute und chronische Befunde vom Hausarzt diagnostiziert. In Großbritannien ist die Behandlung beim Arzt zwar kostenlos, dafür gibt es keine Praxisgebühr oder Selbstbeteiligung. Die erste Untersuchung wird im Normalfall von General Practitioners (GP) durchgeführt, die häufig in Gemeinschaftspraxen oder Ärztezentren arbeiten. In manchen Ländern arbeiten viele Ärzte in Medizinischen Zentren. Dies drückt sich ebenfalls in der ersten Anlaufstelle für die Erkennung einer Erkrankung aus, wie z.B. in Italien: 12,7 Prozent aller gesundheitlichen Probleme werden in einem Krankenhaus oder einer medizinischen Klinik diagnostiziert. Die Bedeutung der Krankenhäuser und Ärztezentren ist in Deutschland mit 5 Prozent wie auch in Frankreich mit 4,5 Prozent wesentlich geringer. |
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