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Die aktuelle politische Stimmung in Deutschland
Paris: Das beliebteste Reiseziel der Deutschen unter den Hauptstädten
Fragt man die Deutschen, in welche europäische Metropole sie am liebsten reisen würden, wenn eine Hauptstadt-Reise anstünde, nennen die meisten Paris: Jeden vierten Bundesbürger (26 Prozent) zieht es für einen Hauptstadt-Trip in die Stadt an der Seine. Für jeden fünften (21 Prozent) ist Rom der klare Favorit. Mit bereits deutlichem Abstand landet London auf dem dritten Platz: 13 Prozent würden ihre Koffer für einen Urlaub in die britische Weltstadt packen. Die eigene Hauptstadt würde jeder zehnte Deutsche (9 Prozent) bevorzugen. In der Gunst der Bundesbürger liegt Berlin gleichauf mit Madrid (9 Prozent) und vor Wien (7 Prozent). Alle anderen europäischen Hauptstädte folgen auf den weiteren Plätzen.
Die französische Hauptstadt steht bei allen Deutschen hoch im Kurs – besonders aber bei den formal Höhergebildeten (31 Prozent) und den Besserverdienern (32 Prozent). Während Rom sich bei den 46- bis 59jährigen überdurchschnittlicher Beliebtheit erfreut (26 Prozent), zieht es auffallend viele junge Deutsche nach London und Madrid (jeweils 17 Prozent). Die älteren Bundesbürger bevorzugen dagegen in besonderem Maße die deutsche Kapitale: 14 Prozent der über 60jährigen würden für einen Hauptstadt-Aufenthalt am liebsten nach Berlin reisen.
Mehrheit der Deutschen könnte in einer Fremdsprache Auskunft geben
Wenn sie auf der Straße nach dem Weg gefragt würden, trauen sich 70 Prozent der Bundesbürger zu, auch in einer Fremdsprache Auskunft zu geben, 30 Prozent müssten passen. Am unwahrscheinlichsten dürften Verständigungsprobleme mit jungen Deutschen sein, geben von ihnen doch 89 Prozent an, gegebenenfalls mit Fremdsprachenkenntnissen weiterhelfen zu können. Größere Unterschiede gibt es zwischen den alten und den neuen Bundesländern: Während sich drei Viertel der Westdeutschen (74 Prozent) auf der Straße in einer Fremdsprache verständlich machen könnten, wäre es im Osten nur gut die Hälfte (53 Prozent).
Wer nicht die deutsche Sprache beherrscht und sich in der Bundesrepublik nach dem Weg erkundigen möchte, fährt mit Englisch am besten: Von den Deutschen, die sich eine Auskunft in einer Fremdsprache zutrauen, geben 93 Prozent an, dass sie in englischer Sprache weiterhelfen könnten, nur noch jeder vierte (23 Prozent) könnte dies auch in Französisch, jeder zehnte (11 Prozent) versuchte es mit Russisch. 6 Prozent können sich Auskünfte auf Spanisch vorstellen, genauso viele auf Italienisch. Englisch ist die Sprache, mit der sowohl in den alten (95 Prozent) wie den neuen Bundesländern (87 Prozent) am ehesten weitergeholfen werden könnte. Bei der zweiten Fremdsprache unterscheiden sich dagegen West- und Ostdeutschland erheblich – eine Folge unterschiedlicher Schwerpunktsetzungen im Sprachunterricht. Alternativ zum Englischen käme für Westdeutsche vor allem Französisch (26 Prozent) in Frage, für Ostdeutsche dagegen Russisch (39 Prozent).
Hintergrundinformationen:
Für die repräsentative Untersuchung hat Infratest dimap zwischen dem 20. und 29. August 2001 rund 1.100 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der sogenannte Schwedenschlüssel zur Anwendung. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,3 bis 3,0 Prozentpunkten. |
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