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TNS Infratest Trendletter Ein Informationsdienst zum Meinungsbild in Deutschland
Die aktuelle politische Stimmung in Deutschland
Euro-Einführung:
Am 1. Januar führt Deutschland gemeinsam mit elf anderen europäischen Ländern den Euro als offizielles Bar-Zahlungsmittel ein. Über die anstehende Währungsumstellung zum Jahreswechsel sieht sich der Großteil der Deutschen (72 Prozent) ausreichend ins Bild gesetzt. Knapp einen Monat vor der offiziellen Euro-Einführung fühlen sich 13 Prozent sehr gut und 59 Prozent gut über die Einführung der neuen Währung informiert. Jeder vierte Deutsche (28 Prozent) stellt der Informationspolitik im Vorfeld der Währungsumstellung ein schlechtes Zeugnis aus: 23 Prozent halten sich wenige Wochen vor dem Euro-Start für weniger gut, 5 Prozent für gar nicht informiert.
Offensichtlich erreichten die Informationsangebote in den vergangenen Monaten nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen. Das Gefühl, angemessen über die Euro-Einführung aufgeklärt worden zu sein, herrscht zwar überall vor, formal weniger Gebildete, Geringverdiener (jeweils 34 Prozent) und Arbeitslose (37 Prozent) beklagen allerdings überdurchschnittlich häufig Informationslücken.
Euro-Starterkit:
Noch vor der offiziellen Währungsumstellung können mit dem Euro-Starterkit der Banken bereits Euro-Münzen im Wert von 20,- DM erworben werden. Gut jeder zweite Deutsche (53 Prozent) will dieses Angebot im Dezember wahrnehmen und sich bereits vor Jahresende mit den neuen Münzen ausstatten. Vier von zehn (38 Prozent) zeigen sich am Euro-Starterkit nicht interessiert.
Besonders gut kommt das Euro-Starterkit offensichtlich bei den älteren Deutschen an. Mit den neuen Münzen wollen sich sechs von zehn Rentnern (63 Prozent) noch vor der Euro-Einführung bekannt machen. Vergleichsweise gelassen gehen die Ostdeutschen die Währungsumstellung an: Während in den neuen Bundesländern nur 43 Prozent das Euro-Starterkit erwerben wollen, sind es in den alten Bundesländern 55 Prozent.
Hintergrundinformationen: Für die repräsentative Untersuchung hat NFO Infratest zwischen dem 12. und 21. November 1.100 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der sogenannte Schwedenschlüssel zur Anwendung. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,3 bis 3,0 Prozentpunkten. |
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