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Dezember 2002

     
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Weihnachtsgeschäft unter ungünstigen Vorzeichen:
46 Prozent wollen bei Geschenken sparen
 

Das Weihnachtsgeschäft 2002 steht unter ungünstigen Vorzeichen. Die weihnachtliche Konsumfreude der Deutschen hat sich gegenüber dem Vorjahr erkennbar eingetrübt. Zwar ist im Vergleich zu 2001 die Zahl derer, die bei den Geschenken tiefer in die Tasche greifen wollen, mit 7 Prozent etwa gleich geblieben, jedoch wollen deutlich mehr Deutsche an den Ausgaben zum Weihnachtsfest sparen als noch vor einem Jahr. Plante 2001 jeder Dritte (33 Prozent) Einschnitte beim Einkauf, so sind es diesmal 46 Prozent. Deutlich abgenommen hat entsprechend die Zahl derer, die genauso viel ausgeben möchten wie beim letzten Fest: 46 Prozent wollen diesmal das Ausgabenniveau vom Vorjahr halten, 2001 war es noch sechs von zehn (58 Prozent).

 

 

Die gewachsene Zurückhaltung bei den geplanten Weihnachtseinkäufen zieht sich quer durch alle Bevölkerungsgruppen. Am wenigsten lassen sich die unter 30jährigen ihre Kauflaune nehmen. Wie vor einem Jahr plant von ihnen jeder Fünfte (19 Prozent) sein Vorjahresbudget zu übertreffen. Allerdings ist der Zwang zum Sparen selbst bei ihnen unverkennbar. Statt 29 Prozent wie im Vorjahr wollen diesmal 38 Prozent weniger Geld an den Kassen lassen.

 

In den neuen Bundesländern schlägt die insgesamt gewachsene Kaufzurückhaltung besonders stark zu Buche. Nachdem 2001 nur jeder dritte Ostdeutsche (32 Prozent) zum Rotstift greifen wollte, plant in diesem Jahr die Hälfte (51 Prozent), bei den Weihnachtsgeschenken zu sparen. Aber auch im Westteil des Landes ist die Konsumzurückhaltung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: Nach 33 Prozent im letzten Jahr wollen diesmal 44 Prozent den Gürtel beim Weihnachtsfest enger schnallen.

 

 

Vorsätze für 2003:
Gesünderes Essen, mehr Sport und Konsumverzicht stehen im Vordergrund
 

Bei den Vorsätzen für 2003 steht wie schon im Vorjahr, das körperliche Wohlbefinden ganz weit vorne. Jeder zweite Deutsche möchte sich im nächsten Jahr gesünder ernähren (54 Prozent) und mehr Sport treiben (52 Prozent). An dritter Stelle folgt mit 45 Prozent wie im letzten Jahr das Sparen. Vier von zehn Deutschen (41 Prozent) nehmen sich vor, häufiger kulturelle Veranstaltungen zu besuchen. 36 Prozent planen eine Diät bzw. wollen abnehmen, ein Drittel (32 Prozent) will sich im Beruf stärker engagieren. Eine vergleichsweise geringe Rolle spielt bei den Vorsätzen der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Nur jeder Sechste will seltener Alkohol trinken (16 Prozent) oder aber das Rauchen (15 Prozent) aufgeben. An der Bedeutung der abgefragten Vorsätze hat sich im Vergleich zum letzten Jahreswechsel kaum etwas verändert. Auffallend ist allein, dass sich die Deutschen in Sachen Ernährung insgesamt weniger vornehmen. Insbesondere die Zahl derer, die abnehmen möchte, ist deutlich von 41 auf 36 Prozent gesunken.

 

 

Unverändert sichtbar sind bei den Vorsätzen die Unterschiede zwischen den Generationen: Verstärkt auf das eigene Gewicht zu achten, ist vor allem für die älteren Deutschen ein Thema. Auch nehmen insbesondere sie sich für das neue Jahr vor, öfter kulturelle Angebote wahrzunehmen. An oberster Stelle steht aber auch bei ihnen die gesunde Ernährung. Die Jüngeren haben eine hiervon abweichende Prioritätensetzung. Abgesehen vom beruflichen Engagement wird ihre Liste guter Vorsätze von verstärkten sportlichen Aktivitäten und einer größeren Selbstkontrolle bei den Geldausgaben angeleitet.

 

 

Anders als vor einem Jahr fällt diesmal die Rangfolge der abgefragten Vorsätze in den alten und den neuen Bundesländern weitgehend gleich aus: Für Ost- wie für Westdeutsche stehen 2003 eine gesunde Ernährung, sportliche Aktivitäten und das Sparen ganz weit oben. Ungeachtet dieses identischen Musters spielen gute Vorsätze bei den Ostdeutschen weiterhin eine größere Rolle als bei den Westdeutschen. Besonders deutlich wird dies in Fragen der Ernährung, dem Besuch kultureller Veranstaltungen, beim beruflichen Engagement und nicht zuletzt bei den Geldausgaben. Hier gehen die Ostdeutschen wesentlich häufiger mit selbst gesetzten Zielen ins neue Jahr als die Bürger in den alten Bundesländern.

 

Hintergrundinformationen:
 

Für die repräsentative Untersuchung hat NFO Infratest zwischen dem 26. und dem 28. November 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebungen (CATI) angelegt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der sogenannte Schwedenschlüssel zur Anwendung. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.