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TNS Infratest Trendletter Ein Informationsdienst zum Meinungsbild in Deutschland
Die aktuelle politische Stimmung in Deutschland
UMTS: Nur drei von zehn Handynutzern glauben genau zu wissen, worum es geht
Bis Ende dieses Jahres, spätestens aber in 2004 will die Mobilfunk-branche in Deutschland die Netze für den neuen Standard UMTS, dem „Universal Mobile Telecommunications System“, in Betrieb nehmen. Bislang hat sich UMTS bei den erwachsenen Handy-Nutzern noch kaum einen Namen gemacht: Danach gefragt, ob sie wüssten, wofür UMTS steht, antworten sechs von zehn mit Nein (58 Prozent), drei von zehn (29 Prozent) mit Ja. Jeder achte Mobilfunknutzer (13 Prozent) bekennt spontan, UMTS nur dem Namen nach zu kennen.
Von den Handynutzern ist die neue Mobilfunkgeneration vor allem den formal besser Gebildeten (40 Prozent) und den höheren Einkommensgruppen (44 Prozent) bereits ein Begriff, weniger dagegen formal niedriger Gebildeten (17 Prozent) und Geringverdienern (14 Prozent). Prinzipiell können Männer (44 Prozent) mit UMTS sehr viel häufiger etwas anfangen als handynutzende Frauen (12 Prozent). Vergleichsweise geläufig ist die Bezeichnung der dritten Handy-Generation insbesondere Kunden des kleinsten deutschen Mobilfunkbetreibers O2 (40 Prozent; Kunden von T Mobile: 31 Prozent; Vodafone: 26 Prozent; E-plus: 24 Prozent).
UMTS-Dienste: Informationsanwendungen am wichtigsten
Informationsfunktionen haben Aussicht, die wichtigsten Anwendungsfelder des neuen Mobilfunkstandards zu werden. Vor allem die Möglichkeiten, Nachrichten und Emails auszutauschen (69 Prozent), aber auch Routen- und Standortinformationen im Rahmen von Navigations-systemen abzurufen (54 Prozent), stoßen nämlich derzeit bei den Mo-bilfunknutzern auf das größte Interesse. Während sich der Großteil der Handy-Besitzer prinzipiell vorstellen kann, entsprechende Anwendun-gen in Anspruch zu nehmen, überwiegt eine klare Zurückhaltung beim mobilen Internet-Zugang (37 Prozent), beim Austausch digitalen Bild-materials (32 Prozent) oder der Option auf mobiles Online-Banking (24 Prozent). Dies gilt noch deutlicher für rein unterhaltungsorientierte An-gebote: Nur wenige Mobilfunknutzer können sich derzeit vorstellen, Musik und Videos (21 Prozent) bzw. elektronische Bücher (14 Prozent) herunterzuladen oder sich per Handy mit Online-Spielen zu beschäfti-gen (5 Prozent).
UMTS-Anwendungen finden derzeit die größte Resonanz bei Handy-Nutzern mit höherem Haushaltseinkommen und bei jüngeren Mobil-funkteilnehmern. Besserverdiener legen besonders großen Wert auf Angebote zum mobilen Nachrichten- und Informationstransfer. Jüngere Handy-Nutzer zeigen darüber hinaus überdurchschnittliches Interesse an Unterhaltungangeboten. So können sich beispielsweise vier von zehn (41 Prozent) der unter 30jährigen vorstellen, den UMTS-Standard zum Herunterladen von Musik und Videos zu nutzen.
Es sind die großen Anbieter T-Mobile und Vodafone, mit denen die Mobilfunkteilnehmer in Deutschland beim Angebot von UMTS-Diensten am ehesten rechnen. Allerdings zieht Vodafone - gemessen am eige-nen Marktanteil von etwa 37 Prozent - in allen UMTS-Services ver-gleichsweise geringe Erwartungen auf sich. T-Mobile mit einem Markt-anteil von ca. 43 Prozent steht wesentlich besser da, insbesondere was die informationsorientierten Anwendungen betrifft. Geht es dagegen um Services, die eher auf Unterhaltung abzielen, wird auch die Telekom-tochter vergleichsweise seltener genannt. Gerade in diesen Feldern kann der kleinste Netzbetreiber O2 Erwartungen binden, die über den eigenen Kundenanteil von etwa 7 Prozent erkennbar hinaus reichen.
Hintergrundinformationen: Für die repräsentative Untersuchung hat NFO Infratest vom 16. bis 24. September 1.100 Deutsche über 18 Jahre befragt. Die Befragung wur-de als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Die Aus-wahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der so genannte Schwedenschlüssel zur Anwendung. Von den so ermittelten Personen gaben 70 Prozent (786 Personen) an, persönlich ein Handy zu nutzen. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittel-ten Befunde bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,5 bis 3,5 Prozentpunkten. |
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