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TNS Infratest Trendletter Ein Informationsdienst zum Meinungsbild in Deutschland
Wohin geht, wo steht Deutschland? Das Urteil der Bundesbürger
41 Prozent der Deutschen sagen: „Die Richtung stimmt.“
In der Bewertung der gegenwärtigen Entwicklungsrichtung der Bundesrepublik zei-gen sich Indizien für eine erkennbare Stimmungsverbesserung: Nach nur 29 Prozent im Juli 2005 sagen in einer aktuellen Umfrage heute 41 Prozent der Bundesbürger, daß sich Deutschland ganz allgemein betrachtet in die richtige Richtung bewegt. Allerdings ist für eine Mehrheit von 49 Prozent immer noch das Gegenteil der Fall. Damit überwiegt zwar weiterhin eine skeptische Sicht auf die derzeitige Entwicklung des Landes, die Zahl der zuversichtlichen Stimmen ist jedoch in einem knappen Jahr deutlich gestiegen. Ein gewachsenes Vertrauen verspüren vor allem jüngere Bun-desbürger sowie Bürger mit höherem Haushaltseinkommen, von denen fast jeder Zweite (jeweils 46 Prozent) glaubt, das Land bewege sich in die insgesamt richtige Richtung.
Ein Land sieht sich im Mittelmaß: Nur 36 Prozent rechnen
Deutsch-land zur technologischen Weltspitze /
Die Notwendigkeit für einen Ruck durch Deutschland sehen auch seine
Bürger. Ob bei der Entwicklung neuer Technologien oder der Sicherheit
vor Verbrechen, ob beim Wohlstandsniveau oder bei der sozialen
Gerechtigkeit, der Gastfreundschaft oder der Qualität der
Ausländerintegration – die Mehrheit der Bundesbürger sieht ihr Land im
internationalen Vergleich hinter den Besten zurück. Nur beim
Umweltschutz zählen sich die Bundesbürger zur Weltspitze: 58 Prozent
glauben Deutschland unter den Klassenbesten.
Sozialreformen: 55 Prozent sind zur privaten Kostenbeteiligung für die eigene Altersvorsorge bereit / Aber 58 Prozent lehnen dies bei der Gesundheitssicherung ab
Um Deutschland im internationalen Standortwettbewerb
konkurrenzfähiger zu machen und den Herausforderungen der demografischen
Entwicklung besser entsprechen zu können, drängt die Politik seit
längerem auf eine verstärkte private Beteiligung der Bürger an der
Finanzierung der Sozialpolitik. Kosten von Alterssicherung und
Gesundheit privat mit zu tragen ist zwar unter den Bundesbürgern nicht
gerade populär, jedoch erreicht die grundsätzliche Bereitschaft dazu
mittlerweile ein beachtliches Niveau. Die Akzeptanz fällt dabei bei der
Alterssicherung größer aus als bei den Gesundheitskosten. Mehr als jeder
zweite Bundesbürger (55 Prozent) ist prinzipiell bereit, in Zukunft mehr
Geld aus der eigenen Tasche für die eigene Altersvorsorge zu bezahlen,
38 Prozent verneinen dies.
Hintergrundinformationen
Für die repräsentative Untersuchung hat TNS Infratest am 9. und 10. Mai 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren zur Anwendung, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der so genannte Schwedenschlüssel. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
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