TNS Infratest Trendletter

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Konvergenz oder Divergenz im Internet –
Trennung von Infrastruktur und Service?
 

 

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März 2007

     
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Die „Konvergenz“ von modernen Medien, also die immer stärker werdende Überschneidung und das Zusammenwachsen audio-visueller Medien wie Fernsehen und Internet auf der einen Seite und Telekommunikation auf der anderen, ist heute ein vieldiskutiertes Thema in den einschlägigen Branchen. Dies war für TNS Infratest Anlass, in einer aktuellen Untersuchung der Frage nachzugehen, wie die Menschen in Deutschland die bereits vorhandenen Internet-Services nutzen und wie es um die Akzeptanz von neuartigen Konvergenz-Dienstleistungen steht.

 

 

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland nutzt E-Mail und Suchmaschinen im Internet. Je jünger die Befragten, desto höher der Anteil
 
Rund 55 Prozent der Deutschen lesen und schreiben E-Mails, 57 Prozent nutzen Suchmaschinen im Internet, und 31 Prozent lesen Nachrichten im weltweiten Netz. Bei den jüngeren Befragten liegt der Anteil an Nutzern des jeweiligen Angebots erwartungsgemäß noch höher. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nutzen bereits 81 Prozent E- Mail, während es nur 26 Prozent in der Altersgruppe 60 Jahre und älter sind. 53 Prozent der jungen Altersgruppe rufen Nachrichten im Internet ab, lediglich 12 Prozent der über 60-Jährigen.
 

 
 
Hohe Anbieterloyalität bei allen Diensten
 
Insgesamt zeigt sich eine hohe Anbieter-Loyalität bei Internet-Services. Obwohl viele Personen rein theoretisch über mehrere E-Mail-Adressen verfügen können, nutzen 88 Prozent der Befragten die E- Mail-Adresse nur eines Anbieters. Weitere 10 Prozent nutzen bei ihrer E-Mail-Adresse zwei unterschiedliche Anbieter und nur 2 Prozent nutzen mehr als zwei Anbieter. Eine ähnlich hohe Loyalität zeigt sich auch bei der Nutzung von Suchmaschinen: 89 Prozent nehmen in der Regel nur eine Suchmaschine in Anspruch. Bei tagesaktuellen Nachrichten greifen 86 Prozent auf ein Portal zurück (zwei Portale: 2 Prozent; mehr als zwei Portale: 5 Prozent).
 

 
 
50 Prozent der E-Mail-Nutzer verwenden nur ihren Internetprovider für E-Mails – bei Jüngeren ist die Quote niedriger
 
Bei der genutzten E-Mail-Adresse zeigt sich, dass die Hälfte der E-Mail-Nutzer ausschließlich den eigenen Internetprovider für das Lesen und Schreiben von E-Mails in Anspruch nimmt. Weitere 5 Prozent nutzen den Internetprovider immerhin hauptsächlich und 4 Prozent nebenbei. Die restlichen 41 Prozent nutzen ihn gar nicht für ihre elektronische Post. Bei Jüngeren (18 bis 29 Jahre) verzichten 73 Prozent für ihre E-Mails komplett auf die Nutzung ihres Internetproviders. Je älter die Befragten, desto eher tendieren die Internetnutzer dazu, alles aus der Hand eines Anbieters zu nutzen. Diese Tendenz kann auch beim Lesen tagesaktueller Nachrichten im Internet beobachtet werden. Hier wird der Internetprovider jedoch seltener genutzt. Nur 32 Prozent aller Internet-Nachrichtennutzer lesen Nachrichten im Portal ihres Internetproviders (bei Jüngeren 14 Prozent, bei Älteren 62 Prozent).
 

 
 
20 Prozent der Internetnutzer können sich vorstellen, neben interaktiven Nachrichtenangeboten auch Suchmaschinen und E-Mails über den Fernseher zu nutzen
 
Bei der Nutzung von Internetangeboten können sich 55 Prozent der Befragten vorstellen, tagesaktuelle Nachrichten über den Fernseher statt am Computer zu lesen. Bei Suchmaschinen und E-Mails liegt die Quote mit 35 Prozent bzw. 28 Prozent bereits deutlich niedriger. Immerhin ist für noch 20 Prozent der Befragten die Nutzung aller drei Anwendungen am heimischen TV-Gerät statt PC denkbar. Besonders die 45- bis 59-Jährigen zeigen sich hier gegenüber der Nutzung von Internetanwendungen auf dem Fernseher aufgeschlossen: 26 Prozent dieser Altersgruppe können sich vorstellen, tagesaktuelle Nachrichten, Suchmaschinen und E-Mail über den Fernseher zu nutzen. Damit scheint die Altersgruppe der 45- bis 59-jährigen eine lukrative Zielgruppe für das Angebot „Internet über TV'“zu sein.
 

 
 
 Hintergrundinformationen
 
Für die repräsentative Untersuchung hat TNS Infratest Mitte Januar 2007 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren zur Anwendung, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der so genannte Schwedenschlüssel. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
 
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