Presseinformation

 

01.09.2009  -  München/Berlin

Branchenexperten prognostizieren Trends für IT, Telekommunikation und Medien

Internationale Delphistudie analysiert Branchentrends bis ins Jahr 2030 / Mehrheit der Experten erwartet ein Ende der Wirtschaftskrise für 2011 / IT- und Telekommunikationsbranchen gehen gestärkt aus der Krise hervor

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Welche Auswirkungen haben Digitalisierung und Virtualisierung auf unsere Gesellschaft? Welchen Einfluss haben Politik und Regulierung auf die Schlüsselbranche Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)? Diesen Fragen geht die internationale Delphistudie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien“ nach. 551 Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurden zu den zentralen Entwicklungen ihrer Branchen für die kommenden zwanzig Jahre befragt. Die Studie wurde von TNS Infratest im Auftrag von Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom, TNS Infratest sowie den Förderern und Unterstützern Siemens, Focus, Vodafone, VDE, SAP, Google, IBM durchgeführt und im Rahmen des IT-Gipfelprozesses vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt.

Eine erste Auswertung der Befragungsergebnisse zur derzeitigen Wirtschaftskrise zeigt, dass sowohl die deutschen als auch die internationalen Experten Licht am Ende des Tunnels sehen. Ein Ende der Krise in Deutschland erwarten 52 Prozent der Befragten bis spätestens 2011. Besonders optimistisch blicken die US-Experten in die Zukunft. 61 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich die Lage der US-Volkswirtschaft in den nächsten zwölf Monaten verbessern wird. 41 Prozent gehen sogar davon aus, dass die gegenwärtige Wirtschaftskrise in den USA bereits 2010 überwunden sein wird.

Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit haben die Deutschland-Experten: 48 Prozent sind davon überzeugt, dass Deutschland die Krise besser bewältigen wird als das restliche Europa. Mit noch mehr Optimismus blicken auch hier die US-Experten in die Zukunft: 82 Prozent sind der Meinung, dass die Vereinigten Staaten im Vergleich zu Europa die Wirtschaftskrise besser überwinden werden.

Befragt nach den wirtschaftlichen Aussichten für die Branchen IT, Telekommunikation und Medien, schätzen die Experten die Lage differenzierter ein. 58 Prozent der deutschen Branchenkenner sind davon überzeugt, dass die deutsche IT-Branche gestärkt aus der gegenwärtigen Wirtschaftskrise hervorgehen wird. 37 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, die Bedeutung der Telekommunikationsbranche werde nach der Wirtschaftskrise zunehmen. Der Medienbranche stehen die Experten skeptischer gegenüber: nur 15 Prozent der Experten glauben, dass die deutsche Medienbranche nach der Krise an Bedeutung gewinnen könne. Aber 68 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die bisherige Bedeutung der Medienbranche auch in Zukunft erreicht wird. Ähnlich äußern sich auch die US-Experten: Die IT- und Telekommunikationsbranchen werden laut den US-Befragten nach der Krise ihre bisherige Stellung verbessern können (70 beziehungsweise 74 Prozent). Nur rund 26 Prozent trauen der Medienbranche mehr zu.

Alle Ergebnisse der Delphi-Studie zur Zukunft der IKT- und Medienbranchen werden am 5. November auf einer Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt und am 6. November im Rahmen einer Fachtagung mit hochrangigen Experten ausführlich diskutiert. Die Ergebnisse der Studie und die Diskussionen der Tagung werden dann in den 4. IT-Gipfel der Bundesregierung am 8. Dezember in Stuttgart einfließen.

Fachtagungsprogramm und Anmeldung unter www.zukunft-ikt.de und www.muenchner-kreis.de.

Zur Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien“:
Die Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als offizielles Projekt des Nationalen IT-Gipfel-Prozesses unterstützt. Die Studie besteht im Kern aus einer internationalen Delphi-Befragung hochrangiger Branchenexperten, die den Eintrittszeitpunkt von Trends, Entwicklungen und Innovationen der IKT und Medien bis 2030 eingeschätzt haben. Methodisch umfasst das Konzept der Delphi-Befragung zwei Befragungsrunden, wobei die kumulierten Ergebnisse der ersten Runde den Befragten in der zweiten Runde noch einmal zurückgespielt werden.


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