Presseinformation

 

12.06.2017  -  Ludwigshafen / München

Großunternehmen und Mittelstand sind Treiber der digitalen Transformation

Deutschland im Wirtschaftsindex DIGITAL bei 54 von 100 möglichen Indexpunkten / Mittelstand steigert sich um zwei Punkte auf 52 Indexpunkte, Großunternehmen legen um einen Punkt auf 54 Indexpunkte zu / Große Unterschiede im Digitalisierungsgrad nach Branchen – IKT-Branche ist digitaler Vorreiter – höchste Zuwachsraten im Handel bis 2022 – Sonstiges verarbeitendes Gewerbe verbessert sich von „niedrig“ zu „mittelmäßig“ digitalisiert

  Presseinformation als PDF

  Grafik: Wirtschaftsindex DIGITAL nach Branchen

Die Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist in gesamtwirtschaftlich wichtigen Teilbereichen vorangekommen. Laut Wirtschaftsindex DIGITAL, den Kantar TNS und das ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt“ heute veröffentlicht haben, erreicht Deutschland beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft jetzt 54 von 100 möglichen Indexpunkten. Die Prognose der befragten Unternehmen sieht Deutschland in fünf Jahren bei einem Wert von 58 Punkten.


Übergabe des Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt
Prof. Dr. Irene Bertschek (Leiterin Forschungsbereich IKT, ZEW Mannheim), Brigitte Zypries (Bundesministerin für Wirtschaft und Energie), Dr. Sabine Graumann (Kantar TNS).

Digitalisierung auch im Mittelstand angekommen
Der Digitalisierungsgrad des gesamtwirtschaftlich bedeutenden Mittelstands (10-249 Beschäftigte) steigt um zwei auf 52 Indexpunkte. Allerdings bleibt der Digitalisierungsgrad noch zwei Punkte hinter dem Wirtschaftsindex DIGITAL 2017 zurück. Die Digitalisierung der Großunternehmen (250 Beschäftigte und mehr) legt um einen auf 54 Indexpunkte zu und zieht erstmals seit 2015 mit den Kleinstunternehmen (0-9 Beschäftigte) gleich, deren Digitalisierungstempo um einen Indexpunkt schwächer ist als im Vorjahr. „Gesamtwirtschaftlich haben die Digitalisierungsfortschritte in großen und mittelgroßen Unternehmen eine weitaus höhere Bedeutung, da diese Unternehmen 88 Prozent der Umsätze der gewerblichen Wirtschaft generieren“, kommentiert Dr. Sabine Graumann von Kantar TNS, die die Gesamtverantwortung für die Studie trägt. „Erfreulich ist auch, dass wir in Bereichen, in denen das Monitoring uns in den letzten Jahren Nachholbedarf zeigte, ebenfalls vorankommen. Das verarbeitende Gewerbe steigert seinen Digitalisierungsgrad gegenüber 2016 um drei auf 42 Indexpunkte, liegt aber weiterhin noch unter dem Durchschnitt der gesamten gewerblichen Wirtschaft“, so Dr. Sabine Graumann weiter.


Wirtschaftsindex DIGITAL nach Branchen / Kantar TNS

Handel mit dem höchsten Digitalisierungstempo bis 2022
Betrachtet man die elf Kernbranchen der gewerblichen Wirtschaft werden große Unterschiede deutlich. Vorreiter der digitalen Transformation ist die IKT-Branche. Wissensintensive Dienstleister, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie der Handel sind „überdurchschnittlich“ digitalisiert, weil sie den Gesamtindex der gewerblichen Wirtschaft von 54 Punkten zum Teil deutlich übertreffen. Den Prognosen der Befragten zufolge wird der Handel mit einem Zuwachs um acht auf 62 Indexpunkte bis 2022 das höchste Digitalisierungstempo erreichen.

Industrie 4.0 treibt die Digitalisierung voran
Deutschlands führende Rolle in Industrie 4.0 wird sich bis 2022 besonders positiv auf den Digitalisierungsfortschritt des Fahrzeugbaus auswirken. Mit prognostizierten 50 Punkten kommt er von Rang acht auf Rang fünf unter den elf beobachteten Branchen mit einem Anstieg von sechs Indexpunkten deutlich voran. Auch kann das sonstige verarbeitende Gewerbe 2017 aus diesem Grund eine deutliche Verbesserung erzielen. Mit 40 Punkten ist diese Branche erstmalig „mittelmäßig“ und nicht mehr „niedrig“ digitalisiert. Die Energie- und Wasserversorgung sowie Chemie und Pharma werden um jeweils vier auf 49 Indexpunkte bis 2022 zulegen. Das Digitalisierungstempo ist im Maschinenbau mit zwei Indexpunkten etwas langsamer (2022: 47 Punkte). Dies gilt auch für den Bereich Verkehr und Logistik (plus 2 Punkte auf 42 Punkte 2022). Das Gesundheitswesen ist und bleibt als einzige Branche „niedrig“ (39 Punkte 2022) digitalisiert.

Wirtschaftsindex DIGITAL: Der Wirtschaftsindex DIGITAL zeigt, wie weit die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen aktuell fortgeschritten ist und wie sie sich bis 2022 verändern wird. Der Wirtschaftsindex DIGITAL misst in einer Zahl zwischen 0 und 100 Punkten den Digitalisierungsgrad der deutschen gewerblichen Wirtschaft, ihrer Teilbranchen und nach Unternehmensgrößenklassen.

Studiensteckbrief: Kantar TNS führte von März bis Mai 2017 eine repräsentative Befragung unter den deutschen Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Deutschland durch. Es wurden 1.021 Interviews durchgeführt. Der Fragebogen wurde in enger Projektpartnerschaft gemeinsam mit dem ZEW Mannheim, erarbeitet. Die Befragung ist für die gesamte gewerbliche Wirtschaft repräsentativ.

Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt
Der Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt stellt eine Kurzfassung der aktuellen Umfrage zum Digital-Gipfel dar. Der ausführliche Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL, der dann auch analysiert, welchen Mehrwert die Digitale Wirtschaft für Deutschland schafft und wie sich der Standort im internationalen Vergleich der führenden zehn digitalen Wirtschaftsnationen (Standortindex DIGITAL) positioniert, wird am 26.10.2017 publiziert.

Der „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt und zentrale Grafiken zur Studie können unter https://www.tns-infratest.com/bmwi heruntergeladen werden.


Über Kantar TNS
Kantar TNS ist eines der weltweit führenden Marktforschungsunternehmen mit Experten in über 80 Ländern. Wir liefern handlungsorientierte Erkenntnisse und Empfehlungen und helfen unseren Auftraggebern dadurch, die richtigen und relevanten Entscheidungen zu treffen und Wachstum zu erzielen. Mit unserer Expertise in den Bereichen der  Produktinnovationen, Marke und Kommunikation, Shopper und Kundenbeziehungsmanagement unterstützen wir unsere Kunden dabei, die  für Wachstum in deren Geschäftsfeldern relevanten Themen zu identifizieren, zu optimieren, zu gestalten. Kantar TNS ist ein Unternehmen der Kantar Gruppe. Weitere Informationen unter www.tns-infratest.com.

Über Kantar
Kantar ist einer der weltweit führenden Anbieter von Daten, Erkenntnissen und Beratungsleistungen. Gemeinsam decken wir mit unseren spezialisierten Marken und rund 30.000 Mitarbeitern das gesamte Spektrum an Forschungs- und Beratungs-Dienstleistungen ab und liefern unseren Kunden in 100 Ländern inspirierende Erkenntnisse und Strategieempfehlungen. Kantar ist Teil von WPP und Kantar Dienstleistungen werden von über der Hälfte der Fortune Top 500-Unternehmen in Anspruch genommen. Weitere Informationen unter www.kantar.com

 

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. Sabine Graumann
Kantar TNS
t           +49 89 5600 1221
m         +49 (0)173-2058683
e          sabine.graumann@tns-infratest.com

https://www.tns-infratest.com/bmwi

 

Kantar TNS unterstützt die Initiative Markt- und Sozialforschung
Als Sag ja zu Deutschlands Markt- und SozialforschungJournalist/in wissen Sie, wie wichtig verlässliche Quellen und auskunftsbereite Personen sind. Ebenso wichtig sind valide Daten für Unternehmensentscheidungen, zum Beispiel wenn es um die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen geht. Diese Daten werden von der Marktforschung durch qualifizierte Bevölkerungsbefragungen gewonnen, natürlich unter Wahrung von Datenschutz und Anonymität. Vielen Menschen ist das leider nicht bewusst. Sie verwechseln Markt- und Sozialforschungsbefragungen mit Verkaufsgesprächen. Langfristig leidet darunter die seriöse Markt- und Sozialforschung. Um die Teilnahmebereitschaft bei Befragungen zu erhöhen, starteten die Marktforschungsverbände ADM, ASI, BVM und DGOF im Oktober 2010 mit der Initiative Markt- und Sozialforschung eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Über Ihre Unterstützung unserer Aufklärungsarbeit würden wir uns freuen! Näheres unter www.deutsche-marktforscher.de

 
 

PR Kontakt

Kontakt
Beatrice Richert

Public Relations
Social Media
t+49 521 9257 659
Anfrage senden